Zwischenbilanz aus dem TGV

Ja, ich sitze gerade im TGV und nutze die Zeit, um einen neuen Artikel zu schreiben-ohne Bilder und ohne anderes Schnickschnack.

Ich möchte einfach mal ein paar Dinge erzählen.

Die letzten Monate gab es immer wieder diese Momente, an denen ich an meiner Entscheidung nach Frankreich zu gehen , zweifelte. Ich stellte mir Fragen, wie: ist das keine Zeitverschwendung? Braucht man mich überhaupt hier?

Immer komme ich aber wieder zu dem Entschluss: JA! Es war absolut die richtige Entscheidung. Ich habe so viele verschiedene Menschen kennengelernt, habe so viele neue Orte entdeckt, darf in ein absolut neues Berufsfeld eintauchen, kann neue  Erfahrungen sammeln, mich selber besser kennenlernen und selbstständiger werden.

Auch wenn man das manchmal nicht sehen möchte, weil man wieder einmal von seiner Familie Abschied nehmen musste, bin ich glücklich Deutschland in Frankreich repräsentieren zu können, Kinder für die deutsche Sprache zu begeistern oder einfach mit den Kleinsten über Musik zu interagieren und zu kommunizieren.

Oft habe ich das Gefühl, dass die Zeit nicht rum geht. Ich arbeite nicht viel im Klassenzimmer, sondern viel mehr im organisatorischen Bereich, begleite nur den Unterricht, statt aktiv daran teilzunehmen.

Ich habe mir daher Dinge vorgenommen, auf die ich nächster Zeit mehr achten möchte, die ich umsetzen möchte.

Zu aller erst ist da das Thema Ernährung. Ich möchte weniger in die Kantine gehen, ausgewogener kochen und somit mich wieder gesünder ernähren.

Dann möchte ich auch wieder meine Haut  in den Vordergrund rücken u d darauf mehr aufpassen.

Ich würde gerne ein Projekt rund um das Thema Umweltschutz in die Wege leiten und zuletzt ein neues Hobby für mich finden. Vielleicht ja häckeln oder auch Gitarre spielen. Schauen wir mal.

 

Der Januar – ein Wechselbad der Gefühle

Leider ging die Schule im neuen Jahr 2017 sehr schnell wieder los. Am 02.01 nahm ich sehr früh morgens den Zug. Das stresste mich schon sehr. Schließlich schneite es die ganze Zeit und es hieß das Züge Verspätungen haben.

Mit der DB bin ich da schon vorbelastet, aber die SNCF schlägt sich da echt gut.

Bepackt mit Haferflocken, Marmeladen, Weihnachtsgeschenken und Hafermilch schaffte ich den Umstieg in Paris gut und kam dann auch schon recht früh in Nantes, wo Helen schon auf mich wartete und wir gemeinsam Tartelette aßen.

Ich richtete mich dann etwas ein, wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass mich an diesem Tag das Heimweh schon ordentlich im Griff hatte. Ich war ja schließlich auch 16 Tage Zuhause gewesen. Ablenkung bekam ich abends beim Essen bei dem Pastor und seiner Frau, zu denen ich mit Helen ging

Für mich zog sich der Januar ziemlich. Das schlechte Wetter bewegte mich nicht wirklich nach draußen zu gehen.

Ich bekam aber Besuch von Sarah, besuchte sie in La Rochelle, war bei einem Deutschlehrertag in Angers, wurde zum Galette-essen eingeladen und verbrachte auch ein Wochenende im Internat, wo ich mich einfach ausruhte und chillte;)

Und ich verbrachte meinen halben Monat im Kino. Neben „Demain tout commence“ und „il a déjà tes yeux“ durfte auch „La La Land“ nicht fehlen. Nur lustig, dass wir vor dem Film nicht wussten, dass der in Englisch sein wird:)

 

Im Januar hatte ich sehr wenig Unterricht, da ständig Lehrer fehlten. Als Schüler hätte ich das bestimmt super gefunden, aber hier ist mir dann irgendwann echt langweilig und ich habe nicht mehr Lust einen Film zu schauen.

Ich bin da eigentlich viel lieber mit anderen Leuten unterwegs und unternehme etwas. Doof bloß, dass die in der Zeit alle arbeiten-normale Arbeitszeiten und so…

 

Und dann war am 31. Januar natürlich HALBZEIT. Ist das positiv oder negativ?

Für mich momentan ein eher positives Ereignis. Ich bin durchaus froh, wenn ich bald eine neue Herausforderung annehmen kann und auch ein richtiges Studentenleben führen werde. Momentan fehlt mir einfach etwas das Ziel auf das ich hinarbeite, was aber auch positive Seiten hat.

Ich kann mich vollkommen entspannen, sehr viel reisen und wirklich nur das machen worauf ich wirklich Lust habe.

 

 

Das Wochenende im Elternhaus oder wie man Zeit wirklich effektiv nutzt

Donnerstagabend um 10 holten mich meine Eltern aus Saverne wieder ab und ich freute mich einfach nur auf die gemeinsame Zeit mit ihnen und mit meinen Schwestern.

Ich wollte so viel in der Zeit machen: zum Arzt gehen, Versicherungsfragen klären, Freunde treffen, Einkaufem.

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Das 2. Seminar

Nach meinem Kurzbesuch bei meinen Eltern war es nun an der Zeit für das zweite Seminar, worauf ich mich bereits gefreut hatte.

Ich war gespannt die Geschichten und Erfahrungen der Anderen zu hören, die sprachlichen Fortschritte zu erkennen und gemeinsam Zeit zu verbringen.

Als letzte kam ich an diesem Tag an und bereits alle anderen waren bereits in ihren Gesprächen. Ich setze mich dazu und war aber froh, an diesem Abend bereits gegessen zu haben. Was sich an diesem Tag herausstellte und die Woche über bewahrheitete, war der negative Eindruck vom Essen.

Gut das ich schon im Vorhinein vorgesorgt hatte.

Nach einer ersten Begrüßungsrunde, einem kleinen Spiel und der Zimmerverteilung war der erste Abend sehr schnell vorbei.

Wie der erste Tag, so verging auch die ganze Woche wie im Flug. Nach Spezialitätenabend, Tandemeinheiten, Kooperationsspielen, Sprachanimation, hitzigen Diskussionen, Theatereinheiten und einem Erste-Hilfe-Kurs auf Französisch ging die Woche, in der es draußen sehr kalt war und unser täglicher Sport darin bestand zwischen Seminarhaus und Wohnhaus zu pendeln, war die Woche bald vorbei.

 

Ich freue mich bereits jetzt, alle Freiwilligen (bzw. bis auf Alice, die leider aufgehört hat) nächstes Mal im tiefen Bayern wiederzutreffen und dann eine schöne gemeinsame Zeit in der Nähe der Zugspitze zu verbringen.

 

Dann mit selbstgekochtem Essen:)